2021

 Der AutorenVerband Franken trauert um sein langjähriges Mitglied

Elfriede Bidmon

04.04.1937 – 07.01.2021



Sie hat den AVF durch ihre Persönlichkeit und ihre Werke über ein Vierteljahrhundert entscheidend mitgeprägt. Mit ihrem „Allmächt, des anuu“ und vielen anderen mundartlichen Beiträgen hat sie Meilensteine gesetzt und mit ihren Büchern über Maria Loreto eindrucksvoll die schwierige Geschichte des Egerlandes festgehalten.

 

Lassen wir sie zum Abschied selbst zu Wort kommen:

Hockst
vurn Himmlstuär allaa.
Die Fliegl bibbern und dei Baa.
Dou härst af aamol Engeli singa,
staunst: Däi Wertli denna fränkisch klinga.
Allmächt, mei Franknsprouch des is,
wäi schäi däi klingt, wä iis vermiss!

Dä Petrus
sicht die und maant glei:
,,A Frank? Dou ghärst in Himml nei.
Dä liebe Godd is iebäzeicht,
dass ihr sei gräißtä Fänclub seid.
Wall, obs eich gout gäiht odä schlecht,
schreit ihr zon Himml rauf: Allmächt!"

(Aus dem Gedicht „Allmächt, mei Frankndialekt“)

Anerkennungspreis des PEN-Zentrums Deutschland für Dr. Norbert Autenrieth

„Wächst das Rettende auch?“: Unter dem Vorzeichen dieses Hölderlin-Wortes hatten die Akademie für gesprochenes Wort – Uta Kutter-Stiftung und das PEN-Zentrum Deutschland im vergangenen Jahr zu einer literarischen Auseinandersetzung mit den individuellen und sozialen Dimensionen der Coronakrise aufgerufen. An dem anonym durchgeführten Wettbewerb beteiligten sich über 400 Autorinnen und Autoren aus dem gesamten deutschsprachigen Raum mit ihren Texten. Unser Co-Vorsitzender Norbert Autenrieth schaffte es dabei mit seinem Beitrag „Vogelschiss“ unter die zwanzig Besten. Wir gratulieren herzlich und bieten Ihnen hier seinen Text zum Herunterladen.

Von Venedig nach Syrakus - Ich zeige dir mein Land

Ulrike Rauh und entführt uns (wieder einmal) nach Italien. Einen Blick auf den Inhalt Ihres im Februar erschienenen Buches erhalten Sie als PDF-Downlod, wenn Sie das Bild anklicken.

edition karo, Berlin, Literaturverlag,

130 Seiten, Klappenbroschur, 15.- €

Mit zwei Bildern der Autorin

ISBN 978-3-945961-19-3




Und noch einmal Ulrike Rauh

In „Kaffeehäuser erzählen“ begibt sich die Autorin auf die Spuren der Kaffeehauskultur, erzählt die Entstehungsgeschichte der Kaffeehäuser in Europa und in einigen Ländern Südamerikas, die sie alle selbst besucht hat. Sie beschreibt das Interieur (mal aus ihrer Sicht, mal aus der eines Einrichtungsgegenstandes) und lässt den Leser teilhaben an den Dramen und dem Glück der Besucher.

edition karo, Berlin, 110 Seiten, softcover, ISBN 978-3-945961-22-3, € 15.00

Trauer um Christine Mai

Im Februar diesen Jahres verstarb unser langjähriges Mitglied Christine Mai aus Aschaffenburg im Alter von nur 54 Jahren. Bis zu ihrer schweren Erkrankung hat sie bleibende Spuren in der fränkischen Literatur und in unserem Verband hinterlassen, aus denen ihre Hinterbliebenen nunmehr ein bemerkenswertes Buch zusammengestellt haben. Lesen Sie anstelle eines Nachrufs daraus das Vorwort, das ihre Schwester ihr gewidmet hat:

Seit ihrer Jugend hat Christine immer wieder Kurzgeschichten und Gedichte geschrieben. Ihre Erzählungen waren dabei geprägt von ihrem hintergründigen, feinen Humor, ihrem Faible für überraschende Enden und handelten oft von Beziehungsdramen, vom Verlassenwerden oder Nichtverlassenwerden wollen. Als Hobbyautorin hat sie das Schreiben in erster Linie zur kreativen Entspannung genutzt. Gerade in den letzten 15 Jahren wurden ihre Kriminalgeschichten jedoch immer wieder veröffentlicht.

Erst mit ihrer Krebsdiagnose 2018 war das Schreiben für Christine auf einmal unvorstellbar. „Es hätte sich doch alles nur um den Krebs gedreht“, sagte sie mir einmal. Das wollte sie nicht. Bei meinem letzten Besuch im Hospiz Anfang Februar 2021, dem Tod schon so nah, blühte Christine noch einmal auf: Ihr Wunsch war es, eine Auswahl ihrer Geschichten in einem Buch zusammenzufassen – als Nachlass für ihre Freunde und ihre Familie. Als letztes Projekt. Ich wünschte, sie hätte es noch gesehen.

Frankenschau berichtete über Krystyna Hurec-Diaczyszyn

Am Ostersonntag berichtete der Bayrische Rundfunk in der Frankenschau u. a. über unsere Kollegin Krystyna Hurec-Diaczyszyn. Mehr über ihren Hof, ihre Bücher und Bilder erfahren sie in einem Artikel der März-Ausgabe des Franken-Magazins. Um ihn herunterzuladen, klicken Sie bitte hier oder auf das Bild.