Neuer Termin und neuer Ort für die Preisverleihung

Die feierliche Verleihung des diesjährigen Schaeff-Scheefen-Preis wird am Freitag, dem 8. Oktober in den Räumen des Kunstvereins Kronach stattfinden. Damit verbunden ist zugleich die Vorstellung der Anthologie mit den besten Wettbewerbsbeiträgen. Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung von den Kronacher Künstlern Helena und Viktor Neuwert (Klavier und Saxophon) und abgerundet durch die Poetry-Slamerin Mara Diaczyszyn. Beginn ist um 19:30 Uhr, der Eintritt ist frei.


Schaeff-Scheefen-Preis 2021 mit reicher Ernte!

Foto: Immanuel Giel

Am 2. Juli um 0:00 Uhr war es soweit: Zapfenstreich für die neueste Runde unseres legendären Kurzgeschichten-Wettbewerbs um den Schaeff-Scheefen-Preis.

„Woher der Wind weht …“ lautete das vorgegebene Thema und dementsprechend wurde mancher literarische Leckerbissen in den virtuellen Briefkasten unseres Verbandes gepustet. Wie schon bei der letzten Runde erreichten uns auch diesmal wieder knapp einhundert Bewerbungen aus allen vier Windrichtungen. Mit siebenundneunzig gegenüber vierundachtzig Einsendungen konnten wir gegenüber dem letzten Ausschreibungszyklus sogar eine Zuwachsrate verzeichnen, von der Ökonomen in der Corona-Krise nicht einmal zu träumen wagen. Aus ganz Franken, aus ganz Deutschland – und noch darüber hinaus. Allein aus Wien, der wunderbaren Geburtsstadt von Georg Kreisler, Ernst Jandl und Johann Nepomuk Nestroy, kamen vier von ihnen.

In den Geschichten wetteifern sanfte Lüftchen mit tosenden Orkanen, vermischt sich Komisches mit Ernstem und Meteorologisches mit gesellschaftlichen Stürmen. Genau wie der Inhalt variiert auch der Umfang der eingereichten Werke ganz erheblich: Das kürzeste begnügt sich mit achtundfünfzig präzise formulierten Worten, wohingegen das längste von seinem Verfasser auf sage und schreibe 37078 Zeichen breitgewalzt wurde. Damit überschritt es die vorgegebene Länge allerdings so erheblich, dass wir es leider disqualifizieren mussten.

Bemerkenswert ist weiterhin, dass unter den Teilnehmern die Frauen mit einem Anteil von 54 % wieder deutlich stärker vertreten waren. Die Altersverteilung zeigte sich dagegen bunt gemischt und umfasste mit sechzehn bis achtzig Jahren die unglaubliche Spanne von sieben Dezennien.

Jetzt ist unsere Jury an der Reihe. Sie muss die besten Texte für die geplante Anthologie auswählen und die drei Finalisten bestimmen. (Möglicherweise entsprechend des oben geschilderten Geschlechterverhältnisses auch nur Finalistinnen) Angesichts der Fülle qualitativ hochwertiger Texte jedenfalls keine leichte Aufgabe für die drei Damen und vier Herren. Wir anderen warten derweil äußerst gespannt auf Ihr Urteil und freuen uns auf die feierliche Preisverleihung im Juni nächsten Jahres in Kirchberg an der Jagst.

Schaeff-Scheefen-Kurzgeschichten-Preis 2021:

„Woher der Wind weht …“

Unsere Jury hat die Bewertung der eingesandten Beiträge nunmehr abgeschlossen und die fünf besten Beiträge für das Finale ausgewählt. Deren Autoren wurden bereits benachrichtigt und werden Ihre Texte voraussichtlich am 19. Juni 2021 in einer öffentlichen Lesung in Kirchberg an der Jagst vortragen. Detaillierte Angaben hierzu lassen sich derzeit pandemiebedingt leider noch nicht machen, werden aber selbstverständlich so schnell wie möglich hier bekanntgegeben.

Das dortige Publikum entscheidet dann über die Reihenfolge der Plätze und damit über den Gewinner oder die Gewinnerin des Schaeff-Scheefen-Preises 2021.

Bei der Preisverleihung wird auch die Anthologie zum Wettbewerb vorgestellt, in der neben den fünf Finalisten noch sechsundzwanzig weitere Geschichten zu finden sein werden.

Allen, die zu diesem erfreulichen Ergebnis beigetragen haben, gilt unserer herzlicher Dank! 

Blick auf den historischen Stadtkern von Kirchberg

Schaeff-Scheefen-Preis 2019: Jagdfieber in Franken!

Blauer Himmelsbogen, weiße Wolkentupfen und eine goldene Sonne, das war der 25. Juni 2019, der Tag des Büchermarktes in Kirchberg an der Jagst. Der AutorenVerband Franken nahm auch diesmal wieder diesen Tag als gutes Datum für die Verleihung des Schaeff-Scheefen-Literaturpreises.

1963 wurde der AutorenVerband Franken von Harro Schaeff-Scheefen in Würzburg gegründet. Der Verband besteht also seit 56 Jahren und zählt ungefähr 100 Mitglieder. Viele Jahre seines Lebens hat der Verbandsgründer in Kirchberg verbracht. Deshalb ist diese Preisverleihung, es ist mittlerweile die vierte, im Kirchberger Schloss auch eine Reminiszenz an Harro Schaeff-Scheefen.

Im Rittersaal des Schlosses hatten sich über 60 Literatur-Interessierte eingefunden. Dr. Norbert Autenrieth, der 2. Vorsitzende des AVF und Margit Begiebing, die Pressesprecherin, führten durch die Veranstaltung. „Hans Zitrone“, eine Band aus Zirndorf, war mit selbstgeschriebenen, teilweise in Mundart gesungenen Stücken für die musikalische Seite zuständig.

Viele Ehrengäste konnten begrüßt werden. Auch diesmal war der Neffe Schaeff-Scheefens, Falk Osberger, zusammen mit seiner Frau Hilde aus Kiel zur Preisverleihung  angereist. Hilde Osberger ist außerdem Mitglied der Bewertungsjury und hat das Eingangsgedicht der Anthologie geschrieben.

Dann kam die mit Spannung erwartete Lesung.

Mehr als 80 Einsendungen hatte es zum Thema „Jagdfieber in Franken“ gegeben. Außer dem Thema war der Bezug zu Franken wichtig und dass die Geschichte noch unveröffentlicht war.

In der Anthologie „Jagdfieber in Franken“ (ISBN 978-3-86963-390-9), die im Iatros-Verlag Sonnefeld erschienen ist, sind die besten 35 eingesandten Kurzgeschichten und Erzählungen enthalten. Nach der offiziellen Vorstellung wurde die Anthologie natürlich auch verkauft.

Was muss man sich unter „Jagdfieber“ vorstellen? Die Geschichten zeigen, dass man nach allem möglichen jagen kann, nach Bäumen, nach Worten, dem Fußball hinterher, Mitmenschen werden bejagt und sogar einem Schäufele kann man nachjagen. Und warum? Aus Liebe, Neid, Missgunst, wegen des lieben Geldes usw. usw. Die Gründe sind so vielfältig wie die Fantasie der Autoren. Absolut lesenswert das Ganze!

Als die 5 besten Beiträge der Literaturpreis-Ausscheibung von den Verfassern den Anwesenden vorgestellt worden waren, wurden Zettel verteilt. Das Publikum stimmte über die Reihenfolge der Gewinner ab. Es waren ausnahmsweise nicht nur drei, sondern fünf Lesende, vier Damen und ein Herr, die sich dem Urteil des Publikums stellten, da es im Vorfeld bei der literarischen Bewertung durch die unabhängige 9-köpfige Jury zu einer Punktgleichheit gekommen war.

Nachdem die abgegebenen Stimmen ausgezählt worden waren stellte sich wiederum eine Punktgleichheit heraus. Aus diesem Grund ergaben sich zwei 1. Plätze und ein 3. Platz.

Den begehrten ersten Platz teilten sich Anja Mäderer mit ihrer Geschichte „Das Kreuz im Altmühltal und Johannes Jung mit „Schleichjäger“. Evelyn Meyer mit ihrer Geschichte „An Goudn“ errang den dritten Platz. Zusammen mit Glückwünschen konnten die ersten 3 Sieger ihr Preisgeld in Empfang nehmen. 

Blumen für alle fünf Lesenden und ein Sektempfang im wunderschönen Ambiente des Rittersaales rundete den Nachmittag der Preisverleihung ab. 

Norbert Autenrieth und die drei ersten Preisträger in Kirchberg (Foto: Margit Begiebing)